Fotodrucker - was ist zu beachten

Fotodrucker - was ist zu beachten?

Worüber sollte ich vor dem Druckerkauf nachdenken?

Das Angebot an Druckern die auch Bildchen drucken können ist riesig und wird jeden Monat durch eine Inovation ergänzt, zumindest hat man den Eindruck bei der Werbeflut von Neuvorstellungen.

Für Verkäufer im PC-Geschäft ohne Kenntnisse der Anforderung zum normalen DIN A4 Bereich   ist es oft schnell geklärt, dass der aus dem Flyer Angebot genau das ist was der Kunde benötigt der vor ihm steht. Ein Office Drucker mit Fotoerweiterung ist sofort erste Wahl und erzeugt auch etwas sichtbares auf dem Papier. Mehr aber nicht.

Jetzt haben Sie eine Kamera und Objektive die ausgezeichnete Qualität wiedergeben können. Sei es bei Farbe oder S/W, die Vorstellung ist so zu drucken wie es der Bildschirm wiedergibt (wenn er kalibriert ist).

Als einfachen Tipp gebe ich den Hinweis bei unabhängigen Papierherstellern sich die Liste auf der Webseite mit ICC-Papierprofilen anzusehen, womit Drucker unterschiedlicher Anbieter unterstützt werden (z.B.: www.moabpapier.de). Sollte Ihr Wunschdrucker dort aufgeführt sein, kann es für Sie einfach werden ohne weitere Technik mit dem zugehörigen Papier zu einem hervorragenden Ergebnis zu kommen. Steht Ihr Wunschdrucker nicht in der Liste aufgeführt und ist auch bei anderen Papierherstellern nicht zu finden, sind das Anzeichen dafür, dass der Drucker Probleme mit dem Zusammenarbeiten von Farbmanagement / ICC-Profilen hat.

Dann auch die Entscheidung ob Sie mit Dye oder Pigmentierter Tinte arbeiten möchten. Auch das kann Farbintensität und insbesondere Haltbar- / Archivfestigkeit bedeuten. Wenn der Workflow Bilddaten zu bearbeiten weiterentwickelt ist, gute Standard ICC-Profile vom Papierhersteller vorhanden sind, kann es leicht sein, ohne weitere Kosten zu Bildern in Topqualität zu kommen, ohne ständig den Papierkorb zu füllen. Zu analogen Zeiten haben wir davon geträumt solche Ergebnisse in Händen zu halten.

Zusätzlich kommt heute vermehrt der Wunsch auf auch mal ein S/W Bild zu drucken. Hierzu benötigen Sie ein gutes ICC-Profil, einen Druckertreiber der Graustufen- oder mit Gamastufen umgehen kann und möglichst 3 S/W Tinten mit unterschiedlichen Grauabstufen bietet. Ein normaler Officedrucker mit Fotomenüauswahl wird Sie mit dem Farbverschleierten Bild nicht überzeugen können.

Fremdtinte zum sparen? No, für mich keine Option und bei den täglichen Gesprächen mit meinen Kunden wird dies immer wieder bestätigt. Auch wenn es hier Fortschritte in der Farbqualität gibt, so kommt es immer wieder zu verstopften Düsen. Bei einem hochwertigen Drucker sind wir heute bei 90, 180 und sogar 360 Düsen pro Farbkanal. Da muss Tinte im warsten Sinne flüssig sein und im Reinraum produziert werden. Ein falscher Partikel oder verflocken der Tinte führt zu Verstopfungen der Düsenköpfe die im Austausch meist teuer sind als der Drucker selbst. Viele Druckersysteme sind heutzutage auch mit Technik ausgerüstet die sofort registriert, ob es sich um Original Tinte oder Fremdtinte handelt. Ich habe den Eindruck das dies dazu führt, dass der Drucker nach bestimmten Zeitvorgaben im System eine Störung mit Fehlercode anzeigt und eine Reparatur aus Kostengründen zu teuer ist. Chips die sowas kontrollieren kosten den Herstellern wenige Cent und werden mit jedem neuen Produkt inteligenter und wissen auch ab wann die Garantie nicht mehr greift (nur eine Vermutung?....;-)). 

 

 

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